Die MÜglichkeiten, die Voice- und Chatbots im Marketing bieten sind vielfältig. MÜglich sind zum Beispiel die klassische Produktberatung, der Kauf ßber den Voice- oder Chatbot oder auch eine Erinnerung an die Produkte, die bei abgebrochenen Einkäufen noch im Warenkorb warten. Mit etwas Kreativität kÜnnen Voice- und Chatbots aber auch fßr den Markenaufbau oder das Kreieren eines Markenerlebnisses fßr die Kund:innen genutzt werden.
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Im folgenden Teil mĂśchten wir dir mit Beispielen zeigen, wie Conversational Marketing aussehen kann:
- Tommy Hilfiger: Produktberatung
- Madison Reed: Omni Channel Marketing
- Sephora: Beratung und Terminvergabe
- Cover Girl: Kollaborationen mit Influencern
- Absolut Wodka: Produktlaunch und Gamification
Tommy Hilfiger: Produktberatung mit einem Chatbot
Die Modemarke Tommy Hilfiger bietet ihren Kund:innen eine persĂśnliche Modeberatung Ăźber ihren Facebook Messenger Chatbot.Â
Die Nutzer:innen kÜnnen sich die aktuellen Kollektionen anschauen oder direkt im Katalog Kleidungsstßcke auswählen und in ihren Warenkorb legen. Sie haben aber auch die MÜglichkeit sich von dem Chatbot beraten und ein komplettes Outfit zusammenstellen zu lassen. Hierfßr stellt der Chatbot ihnen Fragen und filtert anhand der Antworten die richtigen Produkte heraus. Wurde zum Beispiel angegeben, dass gedeckte Farben bevorzugt werden, dann sucht der Chatbot ein Outfit in gedeckten Farben heraus.
Wenn die Auswahl getroffen wurde, leitet der Chatbot die Nutzer:innen auf die Website von Tommy Hilfiger weiter, wo die Kleidungsstßcke dann bereits im Warenkorb hinterlegt sind. Die Nutzer:innen kÜnnen also direkt zu Kasse gehen und die Produkte kaufen. Natßrlich wäre es auch mÜglich, dass die Kund:innen direkt im Chatverlauf die Waren kaufen und den Messenger dafßr gar nicht verlassen mßssen.
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Madison Reed: Omni Channel Marketing mit einem Chatbot
Madison Reed ist eine amerikanische Marke fĂźr Haarpflegeprodukte. Um Kund:innen bei der Auswahl des richtigen Produktes zu helfen, bietet die Firma auf der Website ein Quiz an. Bei diesem Quiz beantworten die Kund:innen 12 Fragen und mit Hilfe eines Algorithmus zur Farbabstimmung wird ihnen dann die richtige Farbe empfohlen. Alternativ kĂśnnen sie sich auch vom Kundenservice beraten lassen.
Bei diesen Gesprächen wurde festgestellt, dass viele der Kund:innen es bevorzugen ein Bild von sich per Mail oder im Live Chat zu schicken, um ihre Haarfarbe zu beschreiben. Daher beschloss das Unternehmen seinen Kund:innen entgegenzukommen und dieses Verhalten organisch in die Customer Journey einzubauen.
Dabei wollte das Unternehmen den Gesprächscharakter beibehalten und sich die Gewohnheit der Kund:innen, Selfies von sich zu machen, zu Nutzen machen.
Als Kanal wählte Madison Reed den Facebook Messenger, den in Amerika beliebtesten Messenger. Hier wurde ein Chatbot implementiert, welcher zum einen Zugriff auf den Algorithmus des Unternehmens hat. Zum anderen ist er mit einer Bilderkennungssoftware ausgestattet. Nutzer:innen kÜnnen nun ßber den Messenger ein Gespräch mit Madi beginnen und ein Selfie hochladen. Anhand des Bildes und ein paar weiteren Fragen kann der Chatbot den ihnen dann eine Haarfarbe vorschlagen. Wenn sie mit dem Vorschlag zufrieden sind, werden die Kund:innen ßber einen Link auf die Produktseite weitergeleitet, wo sie das Haarfärbemittel direkt erwerben kÜnnen.
Der Chatbot Madi ist ein gutes Beispiel dafĂźr, wie bereits vorhandene MarketingmaĂnahmen Ăźber einen weiteren Kanal fĂźr Kund*innen zugänglich gemacht und ein auf ihre BedĂźrfnisse und Vorlieben abgestimmtes Kauferlebnis geschaffen werden kann.
Sephora: Beratung und Terminvergabe mit einem Chatbot
Der Chatbot von Sephora funktioniert ähnlich wie der von Madison Reed. Mithilfe von hochgeladenen Bildern empfiehlt der Chatbot Make Up und andere Kosmetikprodukte.
Darßber hinaus kÜnnen die Nutzer:innen ßber den Chatbot einen Termin fßr eine persÜnliche Beratung im Geschäft buchen. Hierfßr fragt der Chatbot erst ab, wofßr und in welcher Stadt sie einen Termin mÜchten und schlägt dann noch freie Termine vor. Wenn die Kund:innen einen Termin ausgewählt haben, bittet der Chatbot dann noch um die Kontaktdaten und bucht den Termin fßr die Nutzer:innen.
Kollaborationen mit Influencern
Die Make Up Marke Cover Girl ist fßr ihren Chatbot eine Kooperation mit der Influencerin Kalani Hilliker eingegangen. Das Ziel ist es ßber den Chatbot Rabatt Coupons an die Nutzer:innen zu verteilen, die dann im Covergirl Online Shop eingelÜst werden kÜnnen. Zudem soll eine stärkere Markenbindung aufgebaut werden.
Das Besondere an dem Chatbot ist, dass er die PersÜnlichkeit der 16 jährigen Hilliker imitiert. Um dies zu ermÜglichen wurden die Wortwahl und Tonalität des Bots sorgfältig an die Influencerin angepasst.
Um zu verhindern, dass Fans denken, dass sie tatsächlich mit Hilliker schreiben und Irritationen zu vermeiden, wird in der Welcome Message des Bots humorvoll darauf hingewiesen, dass der Chatbot Kalanibot denkt, dass er Kalani selber wäre.
Um einen Anreiz dafĂźr zu schaffen, dass die Nutzer:innen lang genug im Chat bleiben und so von dem Chatbot einen Rabatt Coupon fĂźr Cover Girl zugeschickt bekommen kĂśnnen, wird in Aussicht gestellt, dass sie der echten Kalani eine Frage stellen dĂźrfen.
Die Kooperation mit der Influencerin und dem Chatbot war fĂźr Cover Girl ein voller Erfolg: Im Schnitt wurden in einer Konversation 17 Nachrichten von den Nutzer:innen verschickt und bei 48% der Unterhaltungen empfingen die Nutzer:innen einen Coupons von dem Kalanibot.Â
Gamification fĂźr die Vermarktung eines neuen Produktes
Um einen Produktlaunch regional zu vermarkten entschied sich die Marke Vodka Absolut einen Chatbot einzusetzen. Bei dem Produkt handelte es sich um die neue Limited Edition Absolut Unique Kollektion, die in Argentinien bei einer Party vorgestellt und beworben werden sollte.Â
Der einzige Weg fßr die Verbraucher:innen ein Ticket zu dieser exklusiven Party zu bekommen war, ßber WhatsApp den Tßrsteher Sven zu kontaktieren und ihn davon zu ßberzeugen, dass man es verdient habe an der Party teilzunehmen. Der Clou hierbei war, dass Sven ein Chatbot war.
Innerhalb von 3 Tagen interagierte Sven mit Ăźber 600 Nutzer:innen und erhielt in den Nachrichten Ăźber 1.000 Videos, Bilder und Audio Clips. Hierbei wurden die Nutzer:innen sehr kreativ: Sie sangen bekannte Lieder oder verwendeten Filmszenen, bei denen sie die Texte geändert hatten, um zu begrĂźnden, warum sie ein Ticket verdient hätten. Es wurden aber auch Videos mit Mutproben an den Chatbot geschickt, mit denen die Nutzer:innen sich die Tickets verdienen wollten. Andere verlieĂen sich wieder auf ihr Verhandlungsgeschick und versuchten Sven mit einem Gespräch zu Ăźberzeugen.
Der Chatbot Sven ist nicht die einzige Marketing Kampagne, bei der Absolut Vodka auf einen Chatbot gesetzt hat:Â
In Amerika kĂśnnen Facebook â Nutzer:innen in den Städten Denver, New York, Chicago, und Dallas den Chatbot von Vodka Absolut kontaktieren und einen Coupon fĂźr einen kostenlosen Drink in einer Bar in der Nähe anfordern.Â
Hierfßr wird zunächst potenziellen Kund:innen eine Werbeanzeige auf Facebook angezeigt:
Sobald die Facebook Nutzer:innen auf den âSend Messageâ Button bei der Anzeige klicken, werden sie zum Facebook Messenger weitergeleitet, wo ihnen der Absolut Bartender Bot einen Gutschein anbietet.
Sobald sie bestätigen, dass sie einen Gutschein erhalten mÜchten, fragt der Bot sie, in welcher Stadt sie gerade sind. Anhand dieser Information schlägt der Bot dann ausgewählte Bars aus und fragt, in welche Bar die Nutzer:innen gehen mÜchten.
Danach läĂt der Chatbot die Nutzer:innen einen Drink auswählen.
Nachdem diese Fragen beantwortet wurden, schickt der Chatbot den Kund:innen ihren Gutschein zu.
Das waren fĂźnf Beispiele dazu, wie Voice und Chatbots fĂźrs Conversational Marketing eingesetzt werden kĂśnnen. Wenn du mehr zu dem Thema wissen mĂśchtest, dann hol dir doch unser White Paper âConversational Commerceâ. Darin zeigen wir dir wie du entlang der kompletten Customer Journey Voice und Chatbots fĂźr das Marketing einsetzen kannst.
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